Der Bauherr, ein Pionier des Freikletterns und heute Projektentwickler für Kletterwände, hat die Idee des Architekten, auch im eigenen Hause seinen Leidenschaften nachgehen zu können, mit Begeisterung aufgenommen und selbst in die Tat umgesetzt. Sie ist nicht nur "personal identity" für die Bewohner, sondern auch Fitnessraum und Trainingsmöglichkeit zu jeder Tageszeit. Die gesamte Höhe der Kletterwand wird westseitig belichtet und eröffnet damit auch den Blick auf die Berglandschaft. Die erklommenen Höhenmeter sind sowohl Geschossweise, wie auch als tatsächliche Höhenmeter über Außenterrain erlebbar. Die Hanglage, die Erschließung und die Orientierung des Gebäudes waren jedoch die eigentlichen Herausforderungen, ein solares Passivhaus zu konzipieren.
Der Hauseingang und die Doppelgarage befinden sich im untersten Geschoss, und, bedingt durch die Hanglage, sind Abstell- sowie Haustechnikraum sowie ein Arbeitsraum ganz bzw. teilweise im natürlichen Gelände eingebettet. Auch das Erdgeschoss, auf dem sich die offene Wohnebene befindet, wird teilweise Nordost- und Nordwestseitig bis ins Obergeschoss vom Hang begrenzt. Diese Gegebenheiten werden in den Wohnfunktionen insofern berücksichtigt, als dass ausschließlich Nebenräume wie Hauswirtschafts- und Garderoberäume als thermischer Puffer dort situiert sind. Die Einbettung des Hauses ins Gelände bringt den weiteren Vorteil, dass die Wärmeverlustoberfläche ins Freie erheblich reduziert wird. Die Schlaf- und Sanitärräume für die Familie liegen im Obergeschoss. Die teils zweigeschossige Glasfassade an der süd- und Westseite schafft Ausblick und Verbindung des Wohnbereiches zur Terrasse und in die Berglandschaft. Die hochwertigste thermische Qualität des dreischeibigen Isolierglases ermöglicht die Nutzung der Sonnenstrahlung für passive Energiegewinnung während der Heizperiode.
Ein weit auslandendes Vordach sorgt automatisch für sommerlichen Sonnenschutz, eine erstmals über zwei Vollgeschosse laufende Außenraffstore - Sonnenschutzanlage steuert automatisch die gewünschten Licht- und Wärmeeinstrahlung. Diese Abschattung erlaubt, zusammen mit der kontrollierten Lüftung und der massiven Speichermasse des Gebäudes, wenn gewünscht ein sommerliches Raumklima um die 20°C, selbst an heißen Sommertagen. Der Restwärmebedarf für Warmwasser, Kochen und Raumheizung erfolgt über ein Gasbrennwertgerät, der jährliche Energieverbrauch dafür war kleiner als die berechnete Energiekennzahl.
Arch. Prof. Dipl.-Ing. Josef Király - Sonnenhaus- Passivhaus - Niedrigenergiehaus - 6073 Sistrans - Tirol - Österreich - Tel: 0043 512 378 122 - E-mail:
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